Ein Farbenspiel, das mit Raten beginnt
Mit Farben kann man auf viele Arten spielen: benennen, mischen, suchen und malen. In diesem Gratis-Spiel macht dein Kind alle vier, und alle Anweisungen, Fakten und Fragen werden vorgelesen.
Was dein Kind lernt
Farben lernen heißt mehr, als elf Wörter zu lernen. Studien zeigen, dass kleine Kinder Farbwörter oft schon sagen, bevor sie sie so benutzen wie Erwachsene. Nach und nach finden sie heraus, welche Farbtöne zu jedem Wort gehören, und dass eine Erdbeere, ein Marienkäfer und ein Ball alle rot sind, obwohl sie sich gar nicht ähneln.
Das Spiel hilft dabei, Schritt für Schritt. Zuerst tippt dein Kind auf einen Farbtopf und hört drei Dinge in dieser Farbe. Dann tauchen dieselben Farben in einem belebten Park auf, in einem Bild zum Ausmalen und in einem Memory. Wer einer Farbe an vielen Orten begegnet, hat viele Gelegenheiten, das Wort zu benutzen.
Beim Mischen geht es um Ursache und Wirkung. Bevor in der Schüssel gerührt wird, fragt das Spiel, was dein Kind glaubt, was passiert. Forscher nennen so einen Tipp eine Hypothese: eine Idee, die man überprüfen kann.
- Elf Farbnamen, von Rot und Orange bis Braun, Schwarz, Weiß und Grau
- Ein Farbwort mit vielen verschiedenen Dingen verbinden
- Vorhersagen, was aus zwei Farben wird, und dann nachprüfen
- Heller und dunkler: was passiert, wenn man Weiß oder Schwarz dazugibt
- Einer Frage zuhören und eine Antwort wählen
Warum wir dieses Spiel gemacht haben
Kinder stellen den ganzen Tag Fragen über Farben. Was passiert, wenn ich die mische? Woher kommt das Grün? Warum ist der Vogel so bunt? Zu wissen, wie eine Farbe heißt, ist nur ein Teil der Antwort.
Wir wollten ein Spiel, das auch „Was passiert, wenn …?“ beantwortet. Darum stecken in der Mischschüssel zehn Rezepte, von Rot und Gelb bis Schwarz und Weiß. Manche Rezepte zeigen, was Weiß und Schwarz tun: Weiß macht eine Farbe heller, und Schwarz macht sie dunkler.
Und wir wollten ein Spiel, für das man nicht lesen muss. Ein freundlicher Pinsel führt dein Kind durchs Spiel und spricht jede Anweisung laut aus. Ein dreijähriges Kind kann allein spielen, und ein sechsjähriges flitzt durchs Quiz.
Was Kinder daran lieben
Die Mischschüssel ist der Liebling. Die Kinder ziehen zwei Farben hinein, wählen einen Tipp und schauen zu, wie der Pinsel umrührt. War der Tipp falsch, bleiben beide Antworten stehen, ein Kreuz neben einem Häkchen. So fühlt sich niemand reingelegt. Jede neue Mischung kommt auf eine Liste mit den eigenen Farbrezepten deines Kindes.
Knapp dahinter kommt der Regenbogen. Rot kommt ganz nach außen, dann Orange, Gelb, Grün, Blau und innen Lila. Sitzt der letzte Streifen, erklärt der Pinsel: Ein Regenbogen entsteht, wenn die Sonne durch Regentropfen scheint.
Und dann sind da die Tierfakten. Flamingos sind rosa wegen ihres Futters, und ein Eisbär hat unter seinem Fell schwarze Haut. Kinder erzählen das gern allen weiter, die zuhören. Am Ende im Quiz ist jede richtige Antwort ein Farbtropfen, und der Pinsel malt damit ein Bild.
So spielt ihr zusammen
Setz dich bei den ersten Mischungen zu deinem Kind. Bevor es einen Tipp antippt, soll es ihn laut sagen und dir erklären, warum. Dann rührt ihr um und schaut. Ein falscher Tipp ist nicht schlimm. Wichtig ist, den besten Tipp abzugeben und aus dem Ergebnis zu lernen.
Holt die Farben nach dem Spielen vom Bildschirm in den Alltag. Mischt zwei Farben am Küchentisch oder sucht beim nächsten Spaziergang drei rote Dinge. Die Parksuche aus dem Spiel funktioniert in einem echten Park genauso gut.
Bleib entspannt. Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC können die meisten Kinder mit vier Jahren ein paar Farben von Dingen benennen. Farbwörter brauchen Zeit, Pauken ist also nicht nötig.